Osaka und Umgebung

Nach einer kurzweiligen Zugfahrt mit dem Schinkansen bezogen wir unser Heim für die kommenden 4 Nächte in einem koreanischen Stadtviertel im Osten der Stadt Osaka. Die Sonne brannte noch immer erbarmungslos und erschwerte die anderthalb Kilometer mit vollem Gepäck vom Bahnhof bis zu unserer Unterkunft. Als Belohnung erwartete uns ein schmales, dank der 3 Stockwerke aber sehr geräumiges, vollklimatisiertes Häuschen mit ausreichend Platz für uns 5 (nach der etwas beengten Unterkunft in Tokyo sehr willkommen!).

Osaka

Wir beschränkten unser Sightseeing-Programm wegen der hohen Temperaturen auf den Schlosspark und die hier befindliche Burg. Glücklicherweise fand an diesem Tag ein Volksfest auf dem Areal statt, so dass wir uns einige tradtionelle japanische Tänze ansehen durften.

Nara

Jona und ich machten uns alleine auf den Weg in die etwa 25 km entfernte Stadt, welche eine ganze Reihe von UNESCO-Weltkulturerbestätten beherbergt (Nara war von 710 bis 784 Hauptstadt Japans). Zunächst wurden wir jedoch beim Betreten der wunderschönen Parkanlagen von einigen Sikahirschen begrüßt, welche sehr zahlreich auf dem Gelände leben und alles andere als scheu sind.

Kurze Zeit später kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, so viele Tempel, Statuen und Paläste gab es zu sehen. Obwohl sich in den Zugangsbereichen sehr viele Menschen drängten, wirkten große Teile des Areals fast leer und konnten in aller Ruhe erkundet werden.

Auf dem Rückweg vom Kasuga-Taisha-Schrein zum Bahnhof folgten wir einem von vielen tausend Steinlaternen gesäumten Weg, vorbei an zahlreichen Wiesen mit Kirschbäumen (im Frühjahr muss das ein toller Anblick sein).

Kyoto

Vorgenommen hatte ich mir für Kyoto so einiges, was wir aber als Familie aufgrund der hohen Temperaturen bald verworfen haben. So beschränkten wir uns auf den Iwatayama-Affenberg im Stadtteil Arashiyama und sahen uns die dort frei lebenden Makakenaffen an. Ganz nebenbei bot sich vom Berg eine tolle Sicht auf ganz Kyoto. Auf dem Hinweg überquerten wir die Togetsu-Kyo Brücke (welche ich mir ehrlich gesagt etwas spektakulärer vorgestellt hatte). Der Rückweg hingegen führte uns durch einen Bambuswald und wirkte ganz anders als unsere heimischen Wälder.

Am Tag unsere Abreise war es unvermindert heiß und wir waren froh, als wir endlich den Weg zum Bahnhof samt Gepäck (und schweißnass) geschafft hatten. Hier wartete dann der (ersehnte) klimatisierte Zug nach Hiroshima.

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