Wie beende ich eine Reihe von Berichten, wo es noch so viel zu berichten gibt? Wie erzähle ich von Dingen, die wir erlebt haben und die uns so eindringlich geprägt haben, ohne dass es mir schwerfällt, die passenden Worte dafür zu finden? Ehrlich: Ich weiß es nicht. Alles, was ich schrieb und im Nachhinein erneut lese, klingt irgendwie unvollständig und unterscheidet sich in einigen Nuancen von dem, was ich wirklich empfinde und was meine Erinnerung ausmacht. Vielleicht liegt es an meiner Art und Weise mich auszudrücken. Vielleicht kann man aber auch Sapir & Whorf zustimmen, wenn sie sagen, dass die Sprache das Denken determiniert. Für vieles fehlt es mir einfach an passenden Worten…
„Von Erfahrungen, Dankbarkeit, Höhen und Tiefen“ weiterlesenKanarische Inseln
Lena und ich hatten den Kindern schon viel über Lanzarote erzählt. Wir schwärmten oft von der Kargheit der Insel, dem Vulkanismus und künstlerischen Schaffen des César Manrique. Am frühen Morgen landeten wir nun also in Arrecife und wollten unsere Söhne zum Staunen bringen. Ob das wohl funktioniert hat?
„Kanarische Inseln“ weiterlesenMadrid
Nach einem kurzen Flug landeten wir in Madrid. Ein gigantischer Flughafen! Es dauerte seine Zeit bis wir es zur Bahn geschafft hatten, die uns in die Nähe unserer Unterkunft für die nächsten Tage bringen sollte. Der Aufenthalt in Madrid war anfangs nicht eingeplant, da wir eigentlich von Marokko möglichst schnell auf die Kanaren wollten. Da uns die Flugpreise für die nächsten Tage allerdings zu hoch waren, entschieden wir uns für einen Kurzaufenthalt in der Hauptstadt Spaniens. Eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben.
„Madrid“ weiterlesenMarokko
In Marokko erlebten wir eine interessante Mischung aus Gewohntem und Neuem. Gewohnt, weil uns neben der Sprache vieles an Frankreich erinnerte. Neu, weil wir bisher keinerlei Erfahrungen mit der arabischen Kultur hatten. Wir fühlten uns wohl und entdeckten entspannt unser Reiseziel.
„Marokko“ weiterlesenRom und die Zwischenzeit
Unser Flug landete am frühen Morgen in Rom. Wir hatten ziemlich genau 8 Stunden Zeit, bis unser Flieger nach Frankfurt starten sollte, also machten wir uns auf den Weg Richtung Bahnhof. Obwohl wir wenig geschlafen hatten, freuten wir uns auf die Stadt…
„Rom und die Zwischenzeit“ weiterlesenDelhi
Da waren wir nun in der Hauptstadt Indiens. Gestärkt durch die erholsamen Tage in Goa und mit dem Wissen, das indische Großstädte sehr anstrengend sein können, verbrachten wir die letzten Tage vor unserer Heimreise mit Sightseeing. Die Smogwerte sprengten die Skala, jedoch zeigte das Thermometer angenehmere Temperaturen als in Kolkata oder Chennai, wodurch die Luft etwas erträglicher war. Unser Hotel war recht komfortabel (auch wenn wir 2 tage kein heißes Wasser hatten) und die Anbindung an nahezu alle Sehenswürdigkeiten dank der Nähe zur Metro gewährleistet.
„Delhi“ weiterlesenGoa
Nach einem kurzweiligen Flug landeten wir schließlich spätabends im indischen Bundesstaat Goa. Anders als wir es gewohnt waren, konnten wir für die Fahrt zum Hotel nicht auf Uber zurückgreifen. Die Taxifahrer haben sich hier anders organisiert: Am Flughafen warten Scharen von Männern, die sich gegenseitig darin über- bzw. unterbieten, uns die beste Fahrt zu verkaufen (vermutlich gehören die zu ein und derselben „Mafia“). Als wir uns einig geworden waren (für indische Verhältnisse eigentlich zu teuer), ging alles ganz schnell: Taxi rangerufen, Koffer rein, los ging die Fahrt. Und so verwunderte es uns nicht, dass der Fahrer ebenfalls ein rasantes Tempo fuhr…
„Goa“ weiterlesenVersuch einer Fortsetzung – Chennai
Wir sind immer noch nicht fertig. Tag um Tag, Woche um Woche, Monat um Monat vergingen und weder Lena noch ich fanden die Motivation unsere Erfahrungen aus Indien und den Reisen danach zu vervollständigen. Jetzt aber – hoffentlich – wirklich – echt jetzt? Echt!
Es ist nicht das „müssen“, sondern der Drang nach Verarbeitung und Konservierung der Erinnerung, der mich jetzt zum schreiben drängt. Unsere Erfahrungen aus Indien waren und sind auf eine Weise prägend, dass wir erst in Marokko und auf den Kanaren feststellten, was dieses Land eigentlich mit uns gemacht hat. Aber dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr…
„Versuch einer Fortsetzung – Chennai“ weiterlesenStell dir vor…
…du bist auf Reisen und ein plötzliches Ereignis tritt ein. Du musst alle Pläne über den Haufen werfen, umdisponieren, Träume begraben. Eigentlich wolltest du doch noch… Aber es gibt nur einen Weg: nach Hause. Nach dem anfänglichen Schreck beginnst du dir Sorgen zu machen. Was wenn? Klappt das alles? Du buchst Flüge um, regelst alles, was in 48 Stunden vor Abreise noch zu regeln ist. Dann merkst du auf einmal, dass deine Sorgen völlig unbegründet waren. Du kannst das Land problemlos verlassen. Es gibt keine Schwierigkeiten bei der Rückgabe des Mietwagens oder der Ausreise. Niemand hält dich auf. Der Flugplan läuft für dich nicht nur reibungslos, sondern perfekt: Du wirst auf eine Flugkombination umgebucht, die dafür sorgt, dass du fast 18 Stunden früher zu Hause bist als geplant. Die Einreise in die Heimat ist ebenfalls unproblematisch, bei der Rückfahrt nach Hause kommen sogar die verhassten Regionalzüge fast pünktlich. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit bist du bei deiner Familie.
„Stell dir vor…“ weiterlesenAusgangssperre
Da haben wir am Samstag Vormittag noch über die Situation in Deustchland gelächelt. Schulen werden geschlossen, das öffentliche Leben weitestgehend eingestellt. Und bei uns? Wir befinden uns noch im Norden von Gran Canaria. Von Corona war bis Samstag nichts zu spüren. Keine Hamsterkäufe, keine Menschen mit Atemschutz. Alle wirkten entspannt. Wir genossen die Zeit bei Wanderungen oder an Hafen und Strand und süffelten gemütlich unseren Kaffee. Das Leben konnte in diesen Momenten nicht besser sein. Entschleunigung. Die Familie kam zur Ruhe.
„Ausgangssperre“ weiterlesen