Nach einem kurzen Flug landeten wir in Madrid. Ein gigantischer Flughafen! Es dauerte seine Zeit bis wir es zur Bahn geschafft hatten, die uns in die Nähe unserer Unterkunft für die nächsten Tage bringen sollte. Der Aufenthalt in Madrid war anfangs nicht eingeplant, da wir eigentlich von Marokko möglichst schnell auf die Kanaren wollten. Da uns die Flugpreise für die nächsten Tage allerdings zu hoch waren, entschieden wir uns für einen Kurzaufenthalt in der Hauptstadt Spaniens. Eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben.
Wir hatten trotz der niedrigen Temperaturen Glück mit dem Wetter. Wir schlenderten rund um die Sehenswürdigkeiten, besuchten Parks und ließen uns treiben. Für größere Strecken benutzten wir die Metro, ansonsten war die Stadt zu Fuß recht gut zu erschließen. Eingewöhungszeit brauchten wir keine, Europa halt. Imbißbuden, Supermärkte, Verkehr, Straßenbild. Der signifikanteste Unterschied zu Deutschland dürfte vor allem in der Qualität des Kaffees liegen. In Madrid und später auch auf den Kanaren durfte ich wirklich erstklassigen Espresso genießen. Diese Erfahrung war reproduzierbar, es spielte eigentlich keine Rolle, welches Cafe wir uns aussuchten. Wieso trinken wir daheim oft eigentlich so eine Plörre?
Madrid besticht unserer Meinung nach aber nicht nur durch seine Sehenswürdigkeiten (oder den Kaffee). Hier gibt es sicherlich europäische Städte, die deutlich mehr zu bieten haben. Vielmehr waren es jedoch die ausgedehnten und gepflegten Parks die uns beeindruckten. Überall finden sich Plätze zum Verweilen und reichlich Spielplätze für Kinder. Eine Stadt, die von den sozialen Beziehungen seiner Bewohner zu leben scheint. Außengastronomie, die selbst bei Temperaturen im einstelligen Bereich voll besetzt ist.
Trödelmarkt El Rastro
Dieser Trödel braucht keinen Vergleich zu scheuen. Jeden Sonntag wird nahezu ein ganzes Stadtviertel zum Umschlagplatz von Krimskrams, Kleidung etc. Unzählige Menschen bevölkern die Straßen. Es wird musiziert und gesungen. Cafes schmiegen sich in die Gassen. Volksfeststimmung. Natürlich vor Corona…
Wir kauften uns neue (gebrauchte) Kleidung gegen die Kälte, Lena fand ein sehr schickes Kleid. Simon eine Uhr.
Leider gibt es sonst nicht allzu viel zu berichten. Madrid ist in jedem Fall eine lebendige, sehenswerte Stadt. Eine Stadt, die weniger durch Blingbling als vielmehr durch das Miteinander beeindruckt.
Am Tag der Abreise verließen wir gegen 5:00 Uhr morgens unsere Unterkunft und nahmen einen der ersten Flüge des Tages nach Arrecife. Niemand konnte sich zu diesem Zeitpunkt vorstellen, dass Madrid in nicht mal einem Monat DER Corona-Hotspot Europas sein würde…










