Aktueller Status und Bericht über Moskau

Wir befinden uns seit dem 29.08. in Tokio und haben am späten Nachmittag unsere (sehr) kleine Wohnung bezogen, wo wir eine Woche verbringen werden. Falls ihr Euch gefragt habt, wo denn die Berichte von unserer Transsib-Reise bleiben: Keine Panik, wir (bzw. Simon) sind fleißig dabei diese zu verfassen. Unseren ursprünglichen Plan, uns im Zug ausreichend Zeit zum Schreiben, Fotos sortieren, usw. zu nehmen, haben wir sehr schnell verworfen (wer schon mal mit der ganzen Familie auf engstem Raum ausharren musste, kann sich sicher vorstellen, dass „Kinder bei Laune halten“ Priorität hat). Für Jona und Timo hat bereits Mitte August die Schule angefangen (hierfür sind mehrere Tage im Zug super!), Niko ist seit dem 23.08. wieder in Deutschland und Lenas Eltern haben am 29.08. ihre Rückreise angetreten. Und in den kommenden Tagen werden wir den oder die fehlende(n) Bericht(e) online stellen.

Moskau

Nach einer kurzweiligen Fahrt mit dem Sapsan, dem Hochgeschwindigkeitszug zwischen St. Petersburg und Moskau, erreichten wir am frühen Abend die Hauptstadt. Wir bezogen die gemietete Wohnung an der Moskva und unweit der zentralen Sehenswürdigkeiten der Stadt und konnten von hier aus für die kommenden 3 Tage bequem die Umgebung erkunden. Noch am ersten Abend (es war bereits nach Mitternacht) fuhren Lena und ich mit der Metro zum Kreml. Was uns direkt auffiel waren die prachtvollen Hallen der Metro-Stationen, welche an kleine Paläste erinnern.

Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Kreml, Basilius-Kathedrale, etc. wollten auch bei Tageslicht erkundet werden. Leider war der komplette rote Platz aufgrund von Feierlichkeiten mit Tribünen zugstellt und unzugänglich, eine geplante Besichtung des Kreml-Inneren haben wir aufgrund der Touristenmassen abgeblasen. Trotzdem war unser Rundgang sehr interessant. So hatte ich mir die Befestigunsganlage deutlich kleiner vorgestellt, in der Tat hat diese einen Umfang von mehreren Kilometern. Im Gegenzug dazu die Basilius-Kathedrale: Das wohl jedem bekannte Gebäude ist doch eher klein und zierlich.

Nachmittags suchten wir den Gorki-Park auf, da den Kindern und uns der Sinn nach etwas Ruhe und Entspannung war. Wir fuhren Tretboot und erkundeten den riesigen und sehr schön gestalteten Spielplatz. Zwischendurch blieb genug Zeit, sich mit dem Namensgeber des Parks, Maxim Gorki, zu beschäftigen. Auch unseren letzten Tag in Moskau verbrachten wir mit Timo in den weitläufigen und belebten Parkanlagen. Niko, Simon und Jona hatten indes große Freude daran, dass Metro-Netz und die Monorail-Bahn im Norden der Stadt zu erkunden und verbrachten in dem weitverzweigten Netz so manche Stunden.

Moskau wirkte, zumindest von dem was wir gesehen haben, sehr ordentlich und sauber. Insbesondere im Vergleich mit den später von uns besuchten Städten Omsk und Vladivostok bestätigte sich dieser flüchtige Eindruck. Zudem sind die zentralen Sehenswürdigkeiten sehr nahe beeinander, so dass man in kurzer Zeit viel sehen kann. Das Metro-Netz ist modern und zuverlässig, die Züge fahren im Minutentakt. Mehr als fair sind auch die Preise des Nahverkehrs (3-Tagesticket ÖPNV, ca. 6€ p.P.), was jedoch für alle Städte Russlands, in welchen wir Busse/U-Bahnen benutzten, gilt.

Transsib

Nach 3 Übernachtungen starteten wir dann am 14.08. unsere Fahrt mit der Transsib in Richtung Omsk (Fahrzeit ca. 40 Stunden). Näheres hierzu folgt.

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