Transsibirische Eisenbahn

Wir hatten drei Perioden in der transsibirischen Eisenbahn, die erste vom 14. bis zum 16. August, die zweite vom 18. Bis zum 20. Und die letzte vom 24. Bis zum 27. August. Zwischendurch hatten wir einen längeren Stopp in Omsk und danach in Irkutsk.

Die Fahrt

Während der Fahrt gab es einige Zwischenstopps, die meisten in größeren Städten. Die waren aber auch die einzige Ablenkung während der Fahrt. Dort verließen wir ab und zu mal den Zug, um unsere Beine zu vertreten, was in dem 4m2 großen Abteil mit zwei Doppelbetten leider nicht möglich war. Wenn der Zug auch mal was länger hielt, kauften wir auch in den Stationsshops mal ein Eis oder, je nach Bedarf, auch Nahrungsmittel wie Brot oder Wasser.

Zwischenhalt mit Eis essen in Khabarovsk

Zu den Essenszeiten gab es bei uns Nudelsuppe (in Deutschland bekannt als YumYum), welche wir nur zubereiteten, weil heißes Wasser die einzige kostenlose Ware im Zug war. Allerdings war der Transport von 100°C heißem Wasser vom Boiler zu unseren Abteilen wegen der starken Schaukelei des Zuges nicht ganz ungefährlich (ehrlich, in Deutschland würden diese Gleise und vielleicht auch die Waggons durch den TÜV fallen und verschrottet werden).

Die Nacht über war (von Zug zu Zug unterschiedlich) mal die Klimaanlage an, mal aus, wobei es dann auch manchmal sehr stickig wurde. Auch der Strom für das Licht war manchmal etwas seltsam gesteuert (abends an, nachts aus, schwache Lampe morgends bis mittags an, ab Mittag gar kein Licht mehr, usw.), aber das Geschaukel erwies sich dann als eine angenehme Einschlafhilfe. Das Hauptproblem waren letzendlich die Toiletten. Diese verursachten beim Abspülen einen unheimlichen Lärm (einmal waren es sogar Vakuumtoiletten), sodass wir ab und zu mal eine schlaflose Nacht hatten.

Dörfer (und Schienen) sah man während der Fahrt relativ häufig

Letzendlich war die Fahrt aber doch schön, weil man in der Transsibirischen Eisenbahn sehr viel Zeit zum Entspannen hatte. Außerdem haben Jona und Timo dort (hoffentlich) auch ein wenig Geduld gelernt. Zudem waren die meisten Tage etwas kürzer aufgrund der Zeitzonen, welche die Bahn überquerte und manchmal unsere Uhren bis zu zwei Stunden vorspulten.

Zwischenorte Omsk und Irkutsk

Omsk

In Omsk landeten wir, nachdem wir den ersten Zug nach den ersten drei Tagen verließen. Dort gingen wir in das Hotel Laguna und nahmen unsere Zimmer ein. Während der drei Tage in Omsk fuhren wir ab und zu mal mit dem Bus in die Stadt, um sie uns anzusehen oder Eis und Lebensmittel zu kaufen, mit denen wir dann im Hotel unser Essen kochten (wir bekamen dort leider weder Frühstück noch andere Mahlzeiten, dafür hatten wir eine Gemeinschaftsküche, welche nur von uns benutzt wurde). Einmal gingen wir in das hoteleigene Wellnesscenter mit Dampfsauna, Sauna und Multifunktionspool mit Wassermassage, Whirlpool und Wasserfall (relativ unerwartet, weil das Hotel in einer trostlosen Gegend liegt). Ich kann also sagen, dass die Zeit in Omsk sehr schön war.

Irkutsk

In Irkutsk hatten wir dagegen ein sehr schönes (und dreckiges) Apartment im 4. Stock eines Hauses ohne Fahrstuhl. Trotzdem gingen wir zuerst in die Stadt, wo wir von einem starken Regen überrascht wurden, und säuberten danach die Wohnung. Abendessen kochten wir jedes Mal selbst.

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir hauptsächlich in der Stadt, wo wir mal ein Eis für 30 Rubel aßen (ca. 43ct), einmal ins Planetarium gingen und zur Krönung des Tages zum Burger King gingen und dort vier Menüs bestellten.

An den weiteren Tagen fuhren wir einmal mit dem Sammeltaxi zum Baikalsee und gingen dort an den Strand, wo sich auch Niko und mein Vater Daniel ins Wasser trauten (unter 10°C). Ein anderes Mal nahmen wir die Raketa (ein Tragflächenboot zum Baikalsee, was bereits Tage vorher ausgebucht war), welche bis zu 59 km/h fährt, aber relativ langweilig ist, wenn man nicht draußen ist.
Diesmal traute sich sogar Jona in den See, aber nicht länger als zehn Sekunden. Die sonstige Zeit verbrachten wir mit Liegen am See und Räucherfisch im nah gelegenen Ort kaufen, welchen wir dann am Strand und im Apartement aßen.

Letzte Fahrt

Während der letzten Fahrt mit der Eisenbahn erlebten wir diese seltsamen Vorfälle mit dem Licht und der Klimaanlage (wie oben beschrieben), ansonsten war die Vier-Tage-Reise aber relativ angenehm und abwechslungsreich, vor allem, weil die Landschaft von ärmlichen Dörfern in überschwemmtes Flussland wechselte. So sah es auch aus, als wir in Wladiwostok ankamen (mehr dazu gibt es im nächsten Bericht). Allen Schülern, die dies lesen, wünsche ich viel Spaß und Erfolg in der Schule.

4 Antworten auf „Transsibirische Eisenbahn“

  1. Hallo Familie Mölders,
    sieht ja alles schön aus und ist wahrscheinlich auch sehr interessant, aber Lena soll die Hände von Jonas Haaren lassen, das arme Kind. 🙂

    1. Lieber Tilo,
      wir müssen dich leider enttäuschen, aber Lena ist nicht verantwortlich für Jonas Frisur. Wir haben in Omsk den hoteleigenen Frisiersalon genutzt. Jona und uns gefällt’s. ?
      Liebe Grüße aus Tokio!

  2. Das habt ihr ja toll hinbekommen mit der Webseite. ??
    Jetzt kann ich in Ruhe stöbern, was ihr alles schon erlebt habt. Und hier gibts ja noch einige Fotos, die ich noch nicht gesehen habe.?

    Wünsche euch noch eine schöne Zeit! ??

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