St. Petersburg

Timo

Er hatte wirklich keine leichte Zeit in St. Petersburg. Sein Gesundheitszustand besserte sich nur langsam, zwischenzeitlich standen wir kurz davor ein Krankenhaus aufzusuchen. Als er aber nach 2 Tagen wieder feste (und vor allem flüssige) Nahrung dauerhaft bei sich behielt, ging es ihm bald sichtlich besser. Mittlerweile (ich schreibe diesen Eintrag aus Omsk) ist er wieder vollständig genesen und er legt auch wieder an Gewicht zu.

Die Stadt…

…ist einfach toll. Zwar bewegen sich naturgemäß unzählige Touristen durch die Straßen (warum könnt ihr in jedem Reiseführer oder bei Wikipedia nachlesen), jedoch findet man abseits der Massen immer wieder Ecken, an denen sich der Anmut und die Erhabenheit der Metropole ohne Platzangst bewundern lassen. So genossen wir mit den Einheimischen den abendlichen Blick von der Peter und Paul Festung über die Newa in Richtung Altstadt/Eremitage (sogar mit Feuerwerk!).

Im Vergleich zu Krasnodar wirkt St. Petersburg europäisch und vertraut (auch die Preise!). Wohl auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Stadt durch Zar Peter den Großen nach dem Vorbild von Amsterdam erbaut wurde. Unzählige Kanäle durchziehen die Stadt, eine Bootsfahrt durfte daher natürlich nicht fehlen. Für Jona und Timo auch sehr interessant war das Kosmonautenmuseum, wenn auch nur kleine Teile der Texte in Englische übersetzt waren. Wir beschränkten uns aufs Betrachten der Exponate.

Für großes Staunen sorgten bei uns auch die häufig verkehrenden Tragflächenboote. Diese großen Passagierschiffe fahren mit ca. 60 km/h über die Newa und heben sich beim beschleunigen langsam aus dem Wasser (und stoßen enorme Abgaswolken aus).

Die Eremitage

Für den Besuch der Eremitage (ein wirklich imposantes Bauwerk, aussen wie innen) planten wir einen ganzen Tag ein. Entsprechende Quellen (Reiseführer/Internet) raten dazu, da es unermesslich viel zu sehen gäbe. Und ja, das gibt es. Wenn man denn für Kunst zu begeistern ist. Ich musste feststellen, dass ich das nicht bin und ich denke, ich war nicht der Einzige (noch eine Büste und noch eine und noch…). Kurzum: Wir waren am frühen Nachmittag wieder draussen, mit Eindrücken gesättigt und hatten nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Dabei gehörten wir am Eingang noch zu den Glücklichen. Während der Normalbesucher ca. 1-2 Stunden in der Schlange vor der Kasse warten muss, konnten wir, da meine Schwiegermutter zufällig mit einer Angestellten ins Gespräch kam, das Museum nach einer guten halben Stunde betreten (die Dame schleuste uns direkt an der Schlange vorbei). Auch toll: Schüler und Studenten bekommen freien Eintritt, so dass ich mit den Kindern nichts zahlen musste.

Am 11.08. ging es dann per Schnellzug weiter nach Moskau.

Eine Antwort auf „St. Petersburg“

  1. Liebe Fam. Moelders,
    wir hoffen, es geht ihnen gut, bes. Timo hat sich erholt. Wir freuten uns über ihre Reiseberichte und bes. die Fotos, alles sehr interessant.
    Hier ist alles gut.

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