Grüße von der Schwarzmeerküste

Endlich ein paar Tage der Erholung! Am Schwarzen Meer ließen wir es uns gut gehen, was wir nach den Strapazen in den Bergen auch bitter nötig hatten. (Meine Mutter hat sich einen Nagel am großen Zeh dermaßen im Schuh angeschlagen, dass er sich komplett verfärbte und mittlerweile ablöst) Unsere Unterkunft hier war einfach spitze, eine schöne, sehr saubere Pension mit erstklassiger, überwiegend armenischen Verpflegung, da die Inhaberin armenischer Abstammung ist. Morgens ein reichhaltiges süßes und herzhaftes Frühstück und abends ein warmes Abendessen.

Der Kiesel-Strand war 15 min Fußweg entfernt, Wasser sehr angenehm. Allerdings hatten wir in einer Nacht einen heftigen Sturm, so dass tagsüber noch Wellen bis zu 3 m hoch waren. Ein junger Mann (39 Jahre) ertrank an diesem Morgen, wir kamen zum Strand, als er bereits geborgen und abtransportiert wurde.

Am 03.08., drei Tage vor unserer Abreise zurück nach Krasnodar, war das Meerwasser ziemlich verseucht. Wir vermuten, dass der Unrat aus den Ortschaften, u.a. Sotschi, einfach ins Meer abgelassen wurde. Timo hatte jedoch so viel Spaß beim Toben und Tauchen durch die Wellen, dass er einiges an Meerwasser geschluckt hatte. Mein Vater bemerkte den schwimmenden Film, doch es war bereits zu spät. Die Folgen kamen am übernächsten Tag gegen Abend: Heftiges Erbrechen und Durchfall. Nichts behielt er drin, auch kein Wasser. Sämtliche Hausmittelchen aber auch die mitgebrachten Medikamente zeigten keine Wirkung. Nach einer schlaflosen Nacht, in der wir schon mit Krankenhaus rechneten, konnten wir doch noch aufbrechen, da es ihm, nachdem alles raus war und er ein wenig Cola behalten hatte, wieder etwas besser ging. So fuhren wir mit der Bahn 4 Stunden nach Krasnodar. Zuvor besorgten wir noch Medikamente für Timo, welche ihn jedoch ziemlich müde machten, so dass er fast ausschließlich schlief.

In Krasnodar wurden wir wieder herzlich und mit viel Essen empfangen. Nach einer Übernachtung inklusive herzhaftem Frühstück ging es am 07.08. zum Flughafen und dann auf nach St. Petersburg! Timo vertrug noch immer nichts und verschlief auch den gesamten 3-stündigen Flug.

P.S.: Mittlerweile geht es Timo wieder gut. Wir vermuten, dass er an Salmonellen erkrankt war, da er eine ganze Woche nichts essen konnte.

3 Antworten auf „Grüße von der Schwarzmeerküste“

  1. Lieben Gruß aus Vossenack,
    die Schule hat seit gestern wieder begonnen, der Alltag hat uns alle wieder. Da tut es gut, mal zu schauen, was denn die Familie Mölders so macht! Freue mich, dass es Timo wieder besser geht! Danke für die tollen Berichte und die schönen Fotos- so ist man ein kleines Stück auf dieser Reise mit dabei! Besonderen Gruß an Simon- er hat Samstagabend hier gefehlt- die Puppenspieler haben bis zum späten Abend im Gärtchen gespielt, gefuttert und viel gelacht!

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