Sadako Sasaki war zweieinhalb Jahre alt, als die Atombombe durch die USA zwei Kilometer entfernt von ihrem Wohnort über Hiroschima abgeworfen wurde. Viele ihrer Nachbarn starben, aber Sadako selbst schien unverletzt. Sie wuchs wie jedes andere Kind in ihrer Familie auf und ging ganz normal zur Schule. Bis zur siebten Klasse verlief alles ganz normal, doch als sie eines Tages ihrer Klasse half, einen wichtigen Staffellauf zu gewinnen, war es anders.
Nachdem sie gerannt war, fühlte sie sich müde und schwindelig. Nach einiger Zeit ging es ihr wieder besser und Sadako behauptete, es sei von dem vielen rennen. Aber als sie dann ein paar Tage später auch noch hinfiel, sahen es alle anders. Die Eltern von Sadako brachten sie ins Krankenhaus, wo sie entsetzt erfuhr, dass sie Leukämie hatte. Fast alle, die daran erkrankten, starben. Zu dieser Zeit nannte man diese Krankheit noch die „Atombomben Krankheit“. Nach einigen Tagen kam ihre beste Freundin Chizuko mit etwas Origami- Papier zu ihr ins Krankenhaus und erzählte ihr von einer alten, japanischen Legende: „Wenn man 1000 Kraniche faltet, kann man sich einen Wunsch erfüllen.“ Daher fing Sadako an, 1000 Kraniche zu falten, denn sie wünschte sich sehr, wieder gesund zu werden.

Sadakos Familie machte sich goße Sorgen um sie. Ziemlich oft kamen sie ins Krankenhaus, um nach ihr zu schauen. Sie halfen Sadako Kraniche zu falten, redeten mit ihr und gingen nach einiger Zeit wieder. Nachdem Sadako 500 Kraniche gefaltet hatte, fühlte sie sich schon besser und die Ärzte erlaubten ihr, für kuze Zeit nach Hause zu gehen. Nach einer Woche bei ihrer Familie kam der Schwindel wieder und sie musste wieder ins Krankenhaus. Sadako versuchte, trotz der starken Schmerzen fröhlich und hoffnungsvoll zu wirken, obwohl sie bereits erkannt hatte, dass sie nicht mehr gesund werden, sondern bald sterben würde. Trotzdem hörte sie nich auf, Kraniche zu falten. Eines Tages, ihre Familie stand um ihr Bett, schlief sie friedlich ein um nicht wieder aufzuwachen. Insgesamt hatte sie um Einiges mehr als 1000 Papierkraniche gefaltet.
Ihre 39 Schulkameraden traf der Verlust ihrer Freundin sehr. Sie beschlossen, ihr zu Ehren einen Papierkranich- Club zu gründen und Geld zu sammeln, um ein Denkmal für den Frieden errichten zu lassen. Nahezu alle Schulen Japans beteiligten sich daran. Nach etwa 3 Jahren war genug Geld gesammelt, um ein Monument zu bauen. Es ist bekannt als das Friedensmonument der Kinder und hat seinen Platz in der Mitte des Friedensparks von Hiroshima. Noch heute existiert der Club der Kraniche, bestehend aus vielen Kindern, welchen wichtig ist, das so etwas nie wieder passiert. Sie kümmern sich um die Ausstellung der aus aller Weld zugeschickten Papierkraniche am Denkmal und schicken eigene Kraniche an Weltpolitiker um sie daran zu erinnern, für den Frieden zu kämpfen.

Am Sockel des Monuments steht:
„Dies ist unser Ruf, dies ist unser Gebet, Frieden in der Welt“

Kunstwerke aus Tausenden Kranichen
Selbst bei uns in Düren wurde in diesem Jahr am Hiroshima-Tag (06.08., der Tag, an dem im Jahr 1945 die Atombombe um 08:15 Uhr über Hiroshima explodierte) ein Kranich aus Edelstahl vor dem Haus der Stadt aufgebaut und eingeweiht, als ein Mahnmal für den Weltfrieden und gegen Atomwaffen. Auch in Köln steht ein Friedensdenkmal im Hiroshima-Nagasaki-Park, bestehend aus einem Kranich auf einem Stein mit der Aufschrift: „Atomwaffen abschaffen“.
Wer sich sehr für Sadakos Geschichte interessiert, kann auch das Buch „Sadako – ein Wunsch aus 1.000 Kranichen“ lesen.


Vielen Dank Für diese Geschichte Jona!